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Stiff-man-Syndrom 


Das
Stiff-man-Syndrom ist vermutlich eine Autoimmunerkrankung, da es häufig mit anderen Immunerkrankungen zusammen auftritt. Es werden vielfältige unspezifische Autoantikörper nachgewiesen. Außerdem kann es im Rahmen einer Krebserkrankung als sogenanntes paraneoplastisches Syndrom vorkommen. 

Stiff-man-Syndrom: Klinik

Das Stiff-man-Syndrom imponiert durch episodische Beschwerden, mit Muskelschmerzen, teilweise spontaner generalisierter Erhöhung des Muskelspannungszustandes mit zusätzlichen einschießenden schmerzhaften Muskelverkrampfungen, besonders in den Muskeln des Rumpfes, der Oberarme und Oberschenkel. Eine Provokation dieser Muskelverkrampfung ist beim Stiff-man-Syndrom durch akustische Berührungs- und emotionale Reize möglich. Die Muskelaktivität verschwindet im Schlaf. 

Das EMG bietet während der Symptomatik oft niederfrequente Entladungsphänomene, die durch äußere Reize provozierbar sind. Die Befunde beim Stiff-man-Syndrom sind nicht typisch, können jedoch auf das Stiff-man-Syndrom hinweisen. Laborchemisch sollte nach diesen Antikörpern gesucht werden. Wichtig ist immer eine ausgedehnte Tumorsuche. Die Therapie des Stiff-man-Syndroms besteht in der Gabe von Benzodiazepinen, gelegentlich werden bis 100 mg Diazepam benötigt, alternativ Mittel aus der Epilepsie-Reihe wie Valproinsäure, oder Antispastika wie Baclofen. 

Stiff-man-Syndrom: Prognose

Wie gesagt, intensive Tumorsuche. Nach Behandlung des möglicherweise gefundenen Tumors ist eine Verminderung der Symptome möglich. Ansonsten sind immer wieder auftretende Episoden zu erwarten.

Ihr Prof. Dr. F. L. Welter
Ärztlicher Direktor, Chefarzt Neurologie
Arzt für Neurologie u. Psychiatrie, Arzt für Physikalische Medizin

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Aktualisiert: Juli 2010

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